Ein weiterer Patentantrag, ebenfalls am 24. September 2026 veröffentlicht, betrifft das Disney’s Animal Kingdom. Der Titel lautet „Techniques for Automatically Monitoring Animal Behaviors and Generating Notifications” – Verfahren zur automatischen Überwachung von Tierverhalten und Erzeugung von Benachrichtigungen.

Erteilt ist das Patent nicht; es befindet sich im Verfahren beim US-Patentamt.

Was beschrieben wird

Das System soll über Bilderkennung, maschinelles Lernen und KI aus Kamerabildern erkennen, welche Tiere zu sehen sind und was sie tun. Auf dieser Grundlage werden Meldungen erzeugt und verteilt.

Als mögliche Ausgabewege nennt die Patentschrift eine bemerkenswert lange Liste:

  • Anzeigebildschirme im Park
  • Lautsprecher in Fahrzeugen – ausdrücklich genannt werden Safari-Fahrzeuge
  • Smartphones
  • MagicBands
  • Audio-Guides
  • Tablets
  • Fahrzeugradios
  • Livestreams

Zwei sehr unterschiedliche Anwendungsfälle

Interessant ist, dass die Patentschrift zwei Richtungen gleichzeitig abdeckt.
Für Gäste: Hinweise darauf, dass gerade etwas zu sehen ist. Wer schon einmal bei Kilimanjaro Safaris an einem Gehege vorbeigefahren ist, in dem sich nichts bewegte, kennt das Problem – Tiere halten sich nicht an Fahrpläne.

Für das Pflegepersonal: Meldungen bei problematischen Situationen – genannt werden Tiere in Not, aggressives Verhalten und Hindernisse auf den Fahrwegen der Safari.
Der zweite Anwendungsfall ist der gewichtigere. Er berührt Tierwohl und Betriebssicherheit, nicht nur Unterhaltung.

Wer dahintersteht

Als Erfinder sind Jeremy Eaton (Winter Garden, Florida), Ching-Chien Chen und Isabelle Victoria Wang eingetragen. Winter Garden liegt in unmittelbarer Nähe des Walt Disney World Resort – ein Hinweis darauf, dass die Arbeit im Umfeld der Parks entstanden ist, mehr aber auch nicht.

Auch hier gilt: Es ist ein Antrag, keine Ankündigung. Selbst bei Erteilung könnten Jahre vergehen, bis so etwas im Park auftaucht – falls Disney sich überhaupt dafür entscheidet.
Was das Dokument zeigt, ist die Richtung: Disney denkt darüber nach, die Unberechenbarkeit eines Zoobetriebs technisch zu kompensieren – sowohl für das Erlebnis der Gäste als auch für die Sicherheit der Tiere.